Ortsverband

Geschichte des SOVD Lautertal

Laut alten Aufzeichnungen gab es bereits im Jahre 1920 Mitglieder des Reichsbundes in Lautertal. Die Wiedergründung des Ortsverbandes nach dem Krieg erfolgte am 25. Januar 1953 in Oberlauter. Damals hatte der Reichsbund 28 Mitglieder.

Die Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:

  • 1. Vorsitzender Kamerad Kühn
  • 2. Vorsitzender Kamerad Müller
  • Schriftführer Kamerad Ebel
  • Kassier Kamerad Langguth
  • Beisitzer Kamerad Höhn
  • Revisoren Kamerad Krotz und Schad

Der Name lautete Ortsverband Lautergrund.

Am 16. März 1963 fand die 10 Jahresfeier im Gasthof Deutsches Reich in Oberlauter statt. Bei der 20 Jahrfeier am 1. Januar 1973 konnten die Mitglieder Berta Wachsmann, Hilda Köhler und Karolina Fischer für 50-jährige Zugehörigkeit zum Reichsbund geehrt werden. Nach 27 Jahren im Amt trat Kamerad Kühn im Jahr 1980 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an. Kamerad Kühn wurde mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschlandund dem Ehrenschild in Gold vom Reichsbund ausgezeichnet. Auch wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes ernannt. Der Ortsverband zählte damals 52 Mitglieder. Alois Mers trat die Nachfolge von Kamerad Kühn an. Im Jahr 1985 hatte der Ortsverband bereits 100 Mitglieder. Kurt Müller wurde im gleichen Jahr zum Ortsvorsitzenden gewählt. Von da an nahm die Mitgliederzahl ständig zu. Im Jahr 1988 waren es 150 Mitglieder, 1990 zählte man bereits 200 Mitglieder, 250 Mitglieder waren es im Jahr 250 und bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 1998 zählte der Ortsverband 386 Mitglieder.
Unter der Mitwirkung von Kurt Müller wurde der Ortsverband im Jahr 1990 in Ortsverband Lautertal umbenannt. Kurt Müller legte nach 12 Jahren 1. Vorsitzender im Jahr 1998 sein Amt in die Hände von Dietrich Wolf. Im Jahr 2000 erfolgte die Umbenennung von Reichbund in Sozialverband Deutschland ehemals Reichbund gegr. 1917. Im Jahr 2004 verstarb Dietrich Wolf nach langer, schwerer Krankheit. Seine Nachfolge trat Barbara Hölzel an, die seitdem die Geschicke des Ortsverbandes leitet. Viele Aufgaben hat der Ortsverband zu erledigen. Dazu gehört die Aufklärung und Beratung in Mitgliedern in sozialen und versorgungsrechtlichen Angelegenheiten, Rechtsschutz und Vertretung in allen Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit. Bei der monatlichen Sprechstunde konnte schon vielen Mitgliedern in sozialrechtlichen Angelegenheiten weitergeholfen werden, sei es beim Ausfüllen von Anträgen, bei Widersprüchen oder sogar bei der Vertretung vorm Sozialgericht. Natürlich kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. So finden 3-4 mal im Jahr Tagesfahrten statt. Die monatlichen Frauennachmittage seien hier an dieser Stelle erwähnt, nicht zu vergessen die Mitgliederversammlungen und als Höhepunkt im Jahr die Weihnachtsfeier. Seit dem 1. Juli 1988 erscheint im ¼ jährlichen Rhythmus die vereinseigene Informationszeitung für Mitglieder, Freunde und Sponsoren des SoVD Ortsverbandes Lautertal.
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Geschichte des SOVD

Geschichte des Sozialverbandes beginnt im Jahre 1917, nach 5 Jahren hatten sich schon 830.000 Mitglieder im Verband organisiert, die nicht nur für eine umfassende Versorgung der Opfer des 1. Weltkrieges, sondern insgesamt für den Aufbau einer sozialen und solidarischen Gesetzgebung eintraten und eine Politik für den Frieden forderten. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war ein Eigenleben des Verbandes nicht mehr möglich. Um der vollständigen Überführung in eine NS-Organisation zuvorzukommen, löste sich der Verband im April 1933 auf. Viele Reichsbund-Funktionäre waren bereits der Verfolgung ausgesetzt.

Wiederaufbau nach dem Krieg:

Erst im November 1946, nachdem die Vorbehalte der Besatzungsmächte gegen Kriegsopferorganisationen ausgeräumt waren, wurde der Sozialverband Reichsbund in Hamburg neu ins Leben gerufen, und die sozialpolitische Arbeit konnte wieder aufgenommen werden. Aus erfolgreicher Tradition und aus Gründen der Identifikation wurde der Name Reichsbund beibehalten.

Im Jahre 1964 wurde die Bundesgeschäftsstelle von Hamburg nach Bonn verlegt. Ein Verbindungsbüro war schon 1949 eröffnet worden. Bereits zu Beginn des Jahres 1990, noch vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, wurde im Gebiet der fünf neuen Bundesländer der Wiederaufbau des Sozialverbandes Reichsbund eingeleitet, der nach Kriegsende in der ehemaligen DDR nicht zugelassen war. Von den heute insgesamt 500.000 Mitgliedern sind in den fünf ostdeutschen Landesverbänden schon ca. 50.000 Mitglieder organisiert. Der Bundesvorstand ist seit 1993 auch in der Hauptstadt Berlin mit einem Verbindungsbüro vertreten.

Der Verband wird zum 01.07.2000 seinen Sitz nach Berlin verlegen.