Frauen und Kinder vor Gewalt schützen

Vom Partner geschlagen und bedroht - was ist zu tun, wo gibt es Hilfe? Mit dem TV-Beitrag "Gegen Gewalt - Zufluchtsort Frauenhaus" informiert der SoVD über die Hintergründe und die Notwendigkeit, den weiblichen Opfern von Gewalt und ihren Kindern besser zu helfen. "Die Zeit drängt", sagt SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Sie befürchtet eine hohe Dunkelziffer der Gewalttaten. Aus ihrer Sicht sind deshalb grundlegende Weichenstellungen nötig, um die betroffenen Frauen und Kinder rasch und unkompliziert zu schützen. "Frauenhäuser unbürokratisch und bundeseinheitlich sicher zu finanzieren, diese Voraussetzung muss höchste Priorität haben", sagt Schliepack.

TV-Beitrag: Gegen Gewalt - Zufluchtsort Frauenhaus

Frauen raus aus der Armutsfalle

"Es muss Schluss sein mit einer Niedriglohnpolitik, die Frauen sehenden Auges in die Armut treibt. Denn für Millionen berufstätige Frauen bedeuten jahrelange Minijobs später Minirenten." Dies erklärte SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Die anhaltend hohe Zahl der geringfügig beschäftigten Frauen erfordere einen politischen Kurswechsel, betonte Schliepack. "Zwei Drittel der über fünf Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Deutschland sind Frauen. Ihnen droht ohne Maßnahmen für eine eigenständige Existenzsicherung der soziale Abstieg." Die SoVD-Frauensprecherin warnte davor, die Gefahr länger zu unterschätzen. "Das Problem muss grundsätzlich angegangen werden. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes nicht unter 8,50 Euro wäre ein erster Schritt. Zudem gehört der Mix aus sozialversicherungsfreier und geringfügiger Beschäftigung in den Giftschrank. Wir werden die Politik in die Pflicht nehmen und unserer Position auch in der Tat Nachdruck verleihen." Die Frauensprecherin kündigte bundesweite SoVD-Aktionen gegen Dumpinglöhne und für mehr Entgeltgleichheit in den kommenden Wochen an.

Mehr Informationen unter www.sovd.de
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

SoVD fordert Planungssicherheit für Frauenhäuser

„Frauenhäuser bieten oft eine letzte Zuflucht vor Gewalt. Deshalb ist es unverzichtbar, die komplizierte Finanzierung dieser lebensnotwendigen Schutzräume zu vereinfachen.“ Das erklärte die Bundesfrauensprecherin des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) Edda Schliepack heute anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. „Solange Gewalt gegen Frauen stattfindet, brauchen wir Frauenhäuser. Sie müssen auf einem soliden Fundament stehen und benötigen Planungssicherheit“, betonte Schliepack. Problematisch ist die Finanzierung der Einrichtungen, denn der Anteil der Landesförderung ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Besonders Frauen mit Behinderungen sind betroffen. Denn aufgrund der mangelnden Finanzierung fehlen barrierearme Angebote. Aus Sicht des SoVD ist eine bundeseinheitliche Regelung erforderlich. „Die Politik muss jetzt ein Zeichen setzen. Bund, Länder und Kommunen stehen in der Pflicht, den landesweiten Flickenteppich in dieser überlebenswichtigen Frage zu überwinden“, forderte Schliepack.

Nach Schätzungen des SoVD nutzen deutschlandweit jährlich mehr als 33 000 Opfer von Gewalt Frauenhäuser als erste Notanlaufstelle. Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde 1999 durch die Vereinten Nationen offiziell initiiert. Jährlich finden am 25. November Aktionen und Gedenkveranstaltungen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegen Frauen statt.

Der SoVD TV-Clip zum Aktionstag ist hier abrufbar:
http://www.youtube.com/SoVDTV
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs